Samstag, September 30, 2006

TOI TOI TOI



Kleine bis mittlere Katastrophen gehören zum Probenalltag. Manche Probleme werden erst in letzter Sekunde gelöst. Offene Fenster bieten immerhin Ausblick auf eine fantastische Kulisse. Und Scherben, das weiß man, bringen Glück!!!



Heute ist der große Tag des Teneverparadies. Wir wünschen allen Beteiligten viel viel Glück und gutes Gelingen! Die Zusammenarbeit mit Euch hat Spaß gemacht und wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei Euch für den großen Aufwand und die viele Mühe bedanken, ebenso wie bei unseren fleißigen Helfern, die die Katastrophen stets auszubügeln wussten.

TOI TOI TOI!

Wir sehen uns heute Abend.

Dienstag, September 26, 2006

UMKIPPENDE FRÖSCHE, WINKENDE TAUBEN...



Schlechte Neuigkeiten im Teneverland! Vor lauter Entsetzen kippt der zartbeseitete Frosch erstmal um. Das hat ihm gerade noch gefehlt, dass er von seinem heißgeliebten Tümpel weichen muss, um mordsmäßig hohen Hochhäusern Platz zu machen. Zu spät. Es ist im Jahre 1967 und die Stadtplaner haben ihr Werk beschlossen: höher bauen, dichter bauen, Hochhäuser bauen.



Aber was sehen wir hier knapp fünf Jahre später? Die Menschen ziehen von dannen, die Tauben winken ihnen nach?

Die Cartoonistin und Illustratorin Bettina Bexte hat Comics für die Aufführung gezeichnet, die auf die Fenster des Hochhauses projiziert werden. Die Rahmen der Fenster sind dabei die Panel Umrandungen. Hier seht Ihr zwei der Skizzen, die derzeit in eine Reinzeichnung verarbeitet werden.

Wie die Geschichte weiter geht erfahrt Ihr am 30. September im Teneverparadies.

Herzlich Willkommen!

Montag, September 25, 2006

PaPaPaPa... DER VOGELFÄNGER



Hört Ihr das Gurren in der Morgendämmerung?
Seht Ihr die schmierigen Flecken auf den Straßen?
Hört Ihr das Gurren in der Mittagshitze?
Seht Ihr die Nester auf den Balkonen?
Hört Ihr das Gurren in der Abendstimmung?

Braucht Tenever einen Vogelfänger?

Wie wir diese Frage beantwortet haben erfahrt Ihr um 20 Uhr am Samstag den 30. September. "Teneverparadies". 33 Jahre Hochhausleben und keine Taube wird ausgespart.

Samstag, September 23, 2006

SCHATTENSPIELE DER 6. KLASSE DER GSO



Die Theatergruppe von Frank Dopp bereitet für die Hochhausperformance Alltagsszenen als Schattenspiele vor. Bei unserem Besuch diskutieren Lehrer und Schüler über Einzelheiten bezüglich der Rollenaufteilung. 12 verschiedene Szenen wurden ausgearbeitet. Die Szenen werden in vier verschiedenen Wohnungen aufgeführt und mit Hilfe von blauem Beamer Licht auf die Fenster des Hochhauses projiziert.



Die 12 Szenen sorgfältig aufgeschrieben.



Schatten, Schatten überall.





Ein Hochzeitspaar überschreitet zum ersten Mal nach dem großen Tag die Schwelle ihrer neuen Wohnung. Ankunft im Hochhaus.



Vor dem Schlafen gehen. Mutter wiegt das Baby sanft im Arm. Vater liest aus einem Kinderbuch vor. Die Szene von Vorne.



Die Szene von Hinten, so wie es sich richtig gehört.

Wollt Ihr weitere Alltagsgeschichten so schön und spannend komponiert betrachten? Wir sagen nur: kommt am 30. September in der Neuwieder Straße vorbei.
20 Uhr.

Freitag, September 22, 2006

UNSERE KULISSE









Donnerstag, September 21, 2006

KÜNSTLERISCHE PARALLELUNIVERSEN



Ein Teil des Paradiesteams wird zur Zeit allerliebst beherbergt und verköstigt bei Familie S. in Tenever, die uns ihren Videoschnittplatz zur Verfügung stellen, damit wir den Bollywood Film schneiden können. Andere Teammitglieder üben musikalisch eine Vogelfänger Arie in den Proberäumen der Schwankhalle. Manche sitzen in ihrem Atelier und brüten die letzten Taubenbildercomics aus. Es wird gelistet und angeschafft. Ständig wird die Logistik um noch ein Detail verfeinert. Der technische Ablauf muss genauso stimmen wie die einzelnen Auftritte. Der leise Hauch der Nervosität weht uns um die Nasen - und dennoch bleiben wir guter Stimmung.

Wollen Sie beim großen Finale dabei sein? Dann schauen Sie am 30. September um 20.00 Uhr im Hinterhof der Neuwiederstraße 44 vorbei.

Dienstag, September 19, 2006

MUTTER SCHLEPPT DIE MÖBEL AUF DEN WAGEN...

Bei 33 Jahren Hochhausleben hat so ein mehrgeschossiger Koloss jede Menge Ein- und Auszüge erlebt. Wie war das wohl damals im Jahre 1973, als die ersten Bewohner in das Hochhaus zogen? Rollten Tag für Tag Kolonnen der großen Umzugsspeditionen an, die massenweise Kartons in die Fahrstühle hievten? Wurden überdimensionale Klaviere und Sofas über die Balkone eingefahren? Und trug der kleine Benjamin wirklich die Bügeleisenschnur, wie es in dem Lied von Frederick Vahle heißt, interpretiert durch die Mädchenband Vizard & Thunderstorm der GSO?



Zwei zehnte Kunstklassen unter der Leitung von Frau Pflüger stellen derzeit die für einen jeden Umzug benötigten Kartons her. Für das leichte Wiedererkennen des Kartoninhalts malen sie außen besagtes inhaltliches Teil auf. Gestalterische Freiheit hatten sie insofern, dass sie sich ihren persönlichen Lieblingsinhalt aussuchen konnten, den sie dann zunächst auf Papier umsetzten. Dabei mussten sie darauf achten, dass in diesem Umzug der Familie im Lied von Frederick Vahle Mutter, Vater und zwei Kinder so umziehen, dass sie wenigstens das Allernotwendigste für den neuen Haushalt mitnehmen.



Diese beiden Herren malen an einem Sofa und einem Computer-Monitor.



Hier wird ein Kleiderschrank mit Spiegeltür gemalt.



Diese junge Dame fertigt eine besonders große Schere an.



Als nächstes ist eine Handsäge im Repertoire.



Besonders gemütlich ist der rote Oma-Sessel.



Unverkennbar muss auch die Werder-Flagge mit ins Umzugsgepäck.

Wenn Ihr wissen wollt, wie die Kartons ins Haus gelangen und ob man besser an die Umzugswichtel glaubt, dann besucht uns zur Aufführung am 30.9. um 20.00 Uhr im Hinterhof der Andernacher Str. 2 /Neuwieder Straße 44.

Bis dann!

Sonntag, September 17, 2006

THEATERPERFORMANCE IM ABBRUCHHAUS

„Es war einmal vor langer Zeit, als in Tenever noch Frösche und Störche zu Hause waren und der Wind durch hohe Bäume rauschte, da wollte Bremen plötzlich Großstadt werden und plante am östlichen Stadtrand ein schickes Demonstrativbauvorhaben...“

Als schöne, neue Stadt wurde Tenever für moderne, mobile Menschen konzipiert – eine überholte Stadtutopie? Oder doch auch ein kleines Paradies? QUARTIER e.V. hat den internationalen Bewohnern des Abrisshauses Neuwiederstraße 44, Andernacher Straße 2, ihre Inseln des Glücks hinter den starren Fassaden entlockt. Was ist passiert in den 33 Jahren, zwischen Erstbezug und dem letzten Auszug 2007: Kinder wurden geboren, Feste gefeiert, es gibt Geschichten über Tauben, Fahrstühle, Gegensprechanlagen, dunkle Treppenhäuser und tolle Aussichten, neue Nachbarn, neue Freunde, fremde Sprachen, die wie Musik klingen, und, und, und.

Sämtliche Fragmente werden mit einem künstlerisch-technischem Rahmen verknüpft. Das gesammelte Material wird bühnengerecht aufbereitet. Künstler studieren mit den Bewohnern Tenevers Szenen ein. Verschiedene Objekte und Teile eines Bühnenbildes werden mit ihnen erarbeitet. Texte werden zu Liedern vertont. Gedankensplitter in einem Tanz choreographiert. Beamer projizieren Bilder und Filme auf großgezogene Leinwände, ganze Balkonreihen fügen sich durch Lichtinstallationen zusammen.

Vor seinem Abriss steht das Hochhaus im Rampenlicht: Jedes Fenster, jeder Balkon wird zu einer überdimensional vertikalen Bühne. Und unten, im zweiten Stock im rechten Flügel, wird erzählt wie das Märchen begann, und wie das Märchen weitergeht...

Unterstützt wird das Projekt von der Gewoba, WIN-Mitteln, und dem Senator für Kultur.

Samstag, der 30. September, Hinterhof Neuwieder Straße 44/Andernacher Straße 2, 20 Uhr, kostenloser Eintritt.

Freitag, September 15, 2006

DIE POSTKARTE



Spätestens wenn die Einladungskarten eines Projekts verschickt sind wird einem klar, dass der große Tag nicht mehr allzu weit entfernt liegen kann. Genauso verhält es sich mit dem "teneverparadies": Bereits in zwei Wochen findet die Premiere statt und alle Beteiligten stecken Hals über Kopf in den Vorbereitungen.

Was geschieht hinter den Kulissen?

Die Theaterklasse der GSO beispielsweise studiert kurze Alltagsszenen als Schattenspiel ein. Die Illustratorin Bettina Bexte legt Hand an an die Reinzeichnung der Comicpanels. Der Bollywood Film wird beim Quaak Kanal geschnitten. Die Bläserklasse übt Peer Gynts "Morgendämmerung". Der Russische Chor Raduga singt traurige Volkslieder. Die Schauspielerin Nomena Struß probt einen Theatermonolog. Die Kids der Neuwiedertraße trainieren ihren Auftritt als Sänger und Rapper und Gabi-Grete Kellerhoff bereitet sich auf ihre Rolle als Fahrstuhlfriseuse (Kabarett) vor.

Neben den diversen Gruppen die für die große Performance auf den Balkonen der Neuwiederstraße 44 / Andernacherstraße 2 proben, sind weitere Beteiligte damit beschäftigt den Sound zu mischen, das Lichtkonzept abzustimmen und Foto-Diashows zu erstellen.

Comics, Bollywoodfilm, Schattenspiele, Kabarett, Diashow? Und das alles auf den Balkonen eines Hochhauses?

Seien Sie gespannt und besuchen uns zur Premiere am 30. September.
Wenn Sie eine persönliche Einladung samt Postkarte erhalten möchten mailen Sie uns unter:
teneverparadies at gmx punkt de. (Siehe oben).

Sonntag, September 10, 2006

BOLLYWOOD IN TENEVER TEIL II



Einen ganzen Tag lang - in der wunderschönen Septembersonne - mussten die Tänzerinnen und Choreografinnen Abi, Svini und Pri ihre Tanzschritte für die verschiedenen Aufnahmeperspektiven wiederholen. Leider gab es nicht wie beim professionellem Film ein Catering-Team, das sowohl Tanz- als auch Kamera-Crew permanent mit gekühlten Getränken und leckeren Snacks versorgte. Das übernahmen für die erste Runde die jüngeren Geschwister der Tänzerinnen, die sich dann aber bald lieber zum Spielen mit den Walkie-Talkies des Filmteams verzogen.

Am Ende waren alle Beteiligten erschöpft, aber es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt: Die Choreografie ist toll geworden und es sah richtig gut aus, wie sich die Tänzerinnen auf der grünen Wiese mit den Hochhäusern als Kulisse bewegten.

Den fertigen Film könnt Ihr dann am 30. September als Teil unserer Balkonperformance sehen. Um 20.00 Uhr im Hinterhof der Häuser Neuwieder Straße 44 und Andernacher Straße 2.

Merkt Euch den Termin!

Samstag, September 09, 2006

CITIZENS OF PARADISE



Der Künstler Armsrock hat im Stadtteil Spuren hinterlassen. Drei Tage lang hat er "Citizens of Paradise" (Bürger des Paradieses) auf die Litfaßsäule am Ende der Neuwieder Straße gemalt, unter regem Interesse der Anwohner. Das Echo auf seine Aktion ist durchweg positiv. Selbst die Polizei interessierte sich beim Vorbeifahren weniger dafür, ob es sich hierbei um eine legale oder illegale Bemalung handelt, sondern, dass die Litfaßsäule endlich nicht mehr nur öde grau ist.







PS: Weitere Fotos folgen.

Montag, September 04, 2006

DIE DREI WÄNDE

Wir hatten mit dem Wind zu kämpfen, wir sprühten gegen Regen an. Unsere Schablonen wehten durch die Unterführung die Ballustrade runter und dicke Farbtropfen vermischten sich mit dem Regen zu unschönen Klecksen an den Wänden. Der Wettergott war uns an den meisten Tagen nicht wohl gesonnen, so dass sich das Projekt bis zum Monatsende hinzog. Am Ende sind drei ganz passable Wände heraus gekommen:

Unser berühmter Jonny:


Unsere Lieblingswand, eine Hommage an die verschiedenen Menschen in Tenever:


Die zuletzt gesprühte Wand, unter viel Gewittergewalt entstanden und leicht lädiert, eine Hommage an die vielen, lebendigen Kinder Tenevers:


Am liebsten würden wir hier und dort kleine Verbesserungen ausführen. Doch die Farbdosen sind alle und der Herbst naht. Wir freuen uns mit den Jugendlichen, die uns tapfer zur Seite gestanden haben, und wir freuen uns über die rege Anteil nehmenden Kinder, die uns stets mit aufgeregten Kommentaren begleitet haben. Ihnen haben wir die letzte Wand gewidmet, wo sie sich nach Herzen austoben konnten. Ein Foto folgt.