Montag, Mai 15, 2006

PARADIESVÖGEL - DIE ERSTEN SKIZZEN



Die ersten Paradiesvögel-Skizzen sind fertig! Zuerst malten die TeilnehmerInnen einen Vogel aus einem Buch ab. Danach zeichneten sie einen kunterbunten Fantasievogel aus dem Kopf. Dieser Vogel wurde schon in Anbetracht dessen entworfen, dass er später als Vorlage für eine Vogelskulptur dienen soll. Daher wurden einigen Exemplaren vorsorglich schon Holzplanken als Füße und lange Stäbe als Beine gegeben.



Zeyneb hat eine ganz solide Grundkonstruktion entworfen.



Michelles Möwe soll in jedem Fall eine ganz weite Flügel-Spannbreite bekommen.



Aber was haben diese Gipsarme zu bedeuten?

Samstag, Mai 13, 2006

MONTAGS - PARADIESVOGELTAG



Kennt Ihr das Sprichwort "Ein Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach"?
Aber wie großartig wäre erst ein Paradiesvogel auf dem Rasen hinter dem Haus?

Das könnt Ihr ab sofort in den Paradieswerkstätten austesten. Jeden Montag von 14 bis 16.00 Uhr wird hier an überdimensional großen Paradiesvögeln gearbeitet, die am Ende als Skulpturen in den Garten gestellt werden.

Diesen Montag beginnen wir damit Vogelskizzen anzufertigen!

Paradiesvogelwerkstätten, MO 14-16 Uhr
Leitung: Ingeborg von Hantelmann, Nicole Rzepka

Freitag, Mai 05, 2006

EIN GANZ NORMALER DONNERSTAG IN TENEVER

6.28 h
Gestern Wohnung umgeräumt. Das Bett passt nicht mehr hinein. Auf dem Tisch übernachtet.

6.30 h
Geträumt, ich sei ein Biber. Oder an besonders nebligen Tagen, ein Wildschwein.

7.15 h
Früh aufgestanden. Nach dem Abwaschen Käsebrot geschmiert und mich versehentlich draufgesetzt.

8.00 h
Rüdiger angerufen. Nichts zu sagen gehabt. Aufgelegt.

9.14 h
Im Schwimmbad beobachtet, wie jemand aus dem Becken trinkt.

10.23 h
Beim Metzger etwas Wurst gekauft. Kassenbon als Andenken behalten.

10.36 h
Auf dem Marktplatz heimlich einen Frosch gestreichelt.

11.30 h
Hinterm Freizeitheim Verstecken gespielt. Niemand hat mich gesucht.

11.45 h
Neben der Ampel an der Ecke eine Einkaufsliste gefunden. Gutes Wetter! stand da drauf.

14.00 h
Bus gefahren. An der falschen Haltestelle ausgestiegen. Verlaufen.

15.12 h
Kurzer Besuch auf dem Kinderbauernhof. Versucht, die Esel zu streicheln. Dann schnell weggelaufen.

16.02 h
Im Fahrstuhl gespielt, ich sei ein Fasan und leise gegackert.

16.07 h
Eigentlich rede ich nicht viel. Nur dienstags manchmal im Café Gabriely.

16.34 h
Schabende Geräusche im Flur gehört. Tür abgeschlossen. Decke über den Kopf gezogen.

17.09 h
Durchs Treppenhaus nach unten gerannt und versucht, mich dabei zu überholen.

17.40 h
Unter einem Baum gesessen. Auf Regen gewartet. Nun bin ich ein See.

18.16 h
Zwei Tafeln Schokolade und Cracker im Kabul-Markt gekauft. Alles auf einmal gegessen.

18.36 h
In der Tiefgarage gewesen. Mit hoher Stimme eine Melodie gesungen und dazu leise gelacht. Nach Hause gegangen.

18.52 h
Allein in der Wohnung. Vorsichtig in alle Zimmer hineingerufen. Keine Reaktion.

19.00 h
Ein komischer Abend ist das heute, mir ist so lächerlich zumute.

22.07 h
Louisa beigebracht, wie man eine Sicherung auswechselt und wie man im dunklen Keller keine Angst hat. Anschließend Fahrrad um den Block geschoben.

23.10 h
Auf den Tisch geklettert. Liege sehr hart. Morgen räum ich wieder um.

LOLA & OTTO

Lola Lumpig und Otto Ordentlich wohnen in der Neuwiederstraße Balkon an Balkon. Sobald Otto morgens aus der Balkontür in seinen schönen Balkongarten tritt, blickt er direkt auf Lolas Balkon. Das ist manchmal nicht so leicht für ihn. Denn Otto ist zwanghaft ordentlich. Und Lola Lumpig, wie ihr Name schon sagt, hat es nicht so mit der Ordnung. Lola ist Messy. Ihre Wohnung ist voller Gerümpel. Gerade kann man bei ihr noch durch ein schmalen Gang das Bad erreichen, alle anderen Räume sind mit Krimskrams vollgestopft. Da bleibt Lola nichts anderes übrig, als ihren Balkon kurzerhand zum Wohnzimmer zu erklären und sich dort gemütlich einzurichten. Wie kommen zwei solch unterschiedliche Menschen miteinander klar, wenn sie sich jeden Tag gegenüber stehen? Und wie sehen ihre Balkone überhaupt aus?

Die Lerngruppe F der Schule am Pfälzer Weg war für zwei Tage zu Gast in den Paradieswerkstätten und haben uns geholfen, Lolas und Ottos Balkon zu gestalten. Die Gruppe aus 20 Schülern wurde dabei aufgeteilt: Die Mädchen bauten Lolas Balkonparadies und die Jungen das von Otto. Dabei wurde in geheimen Gruppen gearbeitet. Keiner sollte bis zur Abschlusspräsentation den Balkon der anderen sehen. Die Neugier war natürlich enorm, und mitunter musste die Versuchung schnell mal eben zur anderen Gruppe rüberzuspringen mühsam unterdrückt werden. Doch alle haben durchgehalten und so war am Ende die Überraschung groß!

Lest weiter unter:
TAG 1
&
TAG 2

LOLA & OTTO - TAG 1

Wie sehen Lola und Otto aus?
Wie haben sie sich jeweils da draußen auf dem Balkon eingerichtet?

Tag 1 beginnt mit einer Fragerunde. Die Teamleiter der Paradieswerkstätten haben einen Fragebogen vorbereitet, den die Kinder nun in ihrer eigenen Gruppe beantworten.



Bei den Jungen übernimmt Frau Gruben die Moderation. Die Jungen gehen in sich. Was für Blumen hat der Gartenfan Otto wohl bei sich gepflanzt? Und trägt er auf dem Balkon seine ganz normalen Straßenschuhe?



Bei den Mädchen entseht schnell eine rege Diskussion. Zuerst gefällt ihnen Lola nicht so gut. Ausgerechnet ein Messy-Balkon sollen sie gestalten. Aber dann beschließen sie, dass das auch seine Vorteile haben kann: schließlich haben sie so viel mehr chaotischen Freiraum!



Wie groß ist Lolas Katze?
Vielleicht so groß?



Oder doch lieber etwas kleiner?



Am Besten so, dass sie noch auf den Balkon passt.



Nachdem der Fragebogen beantwortet ist, teilt sich die Gruppe weiter auf. Einige Kinder bauen die Lola oder Otto und deren Katzen, eine Kleingruppe kümmert sich um das Mobiliar, während die andere Kleingruppe mit der Dekoration der Außengestaltung beschäftigt ist. Damit jeder nachlesen kann was sein Aufgabenbereich ist, werden die Pläne an die Wand geheftet.

LOLAS LISTE


OTTOS LISTE



Hamsa und Soufian sind bald dabei Blumen für die Beete zu basteln.



Kevin und Christoph beschließen, dass Otto eine kleine nervige Schwester hat und bauen die kurzerhand nach.



Bei den Mädchen wird kooperiert...



... und auch mal kontrolliert, ob alles noch auf den Balkon passt und stimmig zum Gesamtbild ist.



In der Pause basteln einige weiter...



... während andere vor der Kamera posieren.



Die Mädchen haben es gut, in ihrem Bereich steht ein gemütliches Sofa zum Ausruhen!



Zum Schluss präsentieren die Mädchen ihre einzelnen Sachen, die sie an diesem Tag fertig gestellt haben. Yana hat ein Bild für Lolas Wand gemalt.



Peace hat eine Telefonanlage erfunden, mit der Lola ihre Freunde anrufen kann ohne zum Telefon ins Wohnzimmer zu müssen. Hier demonstriert sie, wie einfach das Gerät zu bedienen ist.



Simge hat viele kleine Bonbons gewickelt. Sie stellt sich vor, dass Lola auf ihrem Wohnbalkon gern in der Hängematte liegt und Süßigkeiten knabbert.



Yvette hat sich als Modedesignerin betätigt. Sie hat Lola ein fesches Outfit kreiert. Denn obwohl Lola ein bisschen unordentlich ist, läuft sie selbst immer hübsch angezogen durch die Gegend.



Das war´s für den ersten Tag.
Am zweiten Tag dann werden die Balkone vervollständigt.

LOLA & OTTO - TAG 2

Beide Gruppen sind aufgeregt und machen sich mit Elan an die Fertigstellung der Balkone. Dabei werden noch bahnbrechende Erfindungen gemacht: Otto etwa bekommt mehrere Hanteln gebaut, damit er auf seinem Balkon Frühsport betreiben kann. Lola dagegen, die eigentlich nicht so sportlich ist, kriegt dennoch ein Trampolin vor die Haustür gebaut, mit dessen Hilfe sie schnell von ihrem Balkon runter und auch wieder hoch springen kann.



Dann ist es so weit.
Die Teamleiter der Werkstätten tragen die Balkone in den Präsentationsraum und verhüllen sie unter zwei Bettlaken. Die Klasse wird nun gemeinsam in den Raum gerufen.



Frau Gruben leitet die große Enthüllung ein. Zuerst ist Lolas Balkon dran. Schwups, weg ist das Laken! Und siehe da, so wohnt Lola!



Besonders die Jungs beugen sich neugierig über den Balkon und sind beeindruckt. Wow, Lola hat es bei sich ja richtig gemütlich! Das erfordert eine nähere Begutachtung.



Dann ist Ottos Balkon dran. Da schwebt auch schon das andere Laken in die Höhe!



Auch die Mädchen sind erstaunt. Otto hat aber auch wirklich einen prima Gartenbalkon.



Alle lauschen den Erzählungen von Gruppenleiterin Ingeborg, die erklärt, was bei Otto so alles auf dem Balkon steht.



Das gibt einen großen Applaus für alle!



Jetzt geht es zum großen Finale!
Frau Gruben fragt ihre Lerngruppe, was sie sich denn vorstellen könnte, das Otto und Lola so täglich miteinander reden, wenn sie sich auf den Balkonen begegnen. Sofort stellen sich einige Schüler hinter ihren Balkon und führen einen szenischen Dialog vor.



Kubilayhan und Yvette sagen sich gegenseitig als Otto und Lola getarnt, wie schön sie den jeweils anderen Balkon finden.



Auch Peace geizt nicht mit Lob.



Serwet und Maryam winken sich zu und machen sich auf einzelne Mobiliarstücke aufmerksam.



Kubilayhans Otto lädt Lola sogar zu Besuch ein!



Da lässt sich Kimis Lola nicht lange bitten. Zum Glück gibt es ja bei ihr eine Leiter, die sie nun vorsichtig zu Otto rüber schiebt.



Und da sitzt sie nun bei Otto zu Gast! Wie schön ordentlich hier alles ist. Ob Otto wohl mal zu Lola zum Aufräumen vorbei kommt?



Kevin meint, dass das für Otto durchaus drin ist.



Yvette und Maryam gehen noch einen Schritt weiter. Tada! Es gibt sogar eine Hochzeit für Otto und Lola! Alle Kinder singen dazu den Hochzeitsmarsch, während Lola und Otto den Gang runtergehen. Das ist ein Jubel.



Mit diesen Klängen im Ohr gehen zwei aufregende Tage zu Ende.
Dankeschön, Lerngruppe F, für Euren Fleiß!

Hier sehen wir zum Abschluss noch einmal Lolas und Ottos Balkon in ihrer vollen Pracht:

LOLA


OTTO

Donnerstag, Mai 04, 2006

WORKSHOP "BÜRGERJOURNALISMUS"

BORIS ist Online Forum und digitaler Stadtteilkurier für Osterholzer von Osterholzern. Das Modellprojekt innerhalb des Internetportals www.bremen.de wird von Ehrenamtlichen getragen - und bietet sowohl aktuelle Informationen aus dem Stadtteil, als auch Service- und Beteiligungsmöglichkeiten für die ansässigen BürgerInnen.

Vom 18.4. bis 16.5. trifft sich die Online Redaktion zum Workshop "Bürgerjournalismus" in den Paradieswerkstätten von QUARTIER e.V.

Neben den journalistischen Grundlagen geht es hier vor allem um die Erstellung neuer Artikel und einen schreibtechnischen Erfahrungsaustausch zwischen der Redaktion und ihrer Kursleiterin Christina Vogelsang.



Der Ortsamtsleiter Herr Schlüter berichtet von den journalistischen Elementen in seinem Alltag - woher kommen die Informationen, welche News dürfen wann an die Öffentlichkeit gegeben werden, wie und welche Beiträge verarbeitet er im monatlich erscheinendem Newsletter?



Die Redaktionsmitglieder Willy und Johannes hören aufmerksam zu...



... während die interne Chefredakteurin Doris Anmerkungen zum ausliegenden Paper macht.

Die geplanten Artikel (von der Reportage über eine Kunstwerkstatt bis hin zu einem Stadtteilführer für die Osterholzer Jugend) werden Ende Mail Online gestellt. Ein erster Artikel ist schon erschienen: Fritz Terveer hat sich angeregt vom Wort "Paradies" Gedanken zum Paradies auf Erden hinsichtlich der sozialen Sicherheit im Wandel der Generationen gemacht. Diesen Artikel und weitere News findet Ihr hier: